03.11.2021  

Training unter Atemschutz

Junge Atemschutzgeräteträger üben für den Ernstfall


Wenn Feuerwehrmänner und -frauen in brennende und verrauchte Gebäude vorgehen, muss jeder Handschlag sitzen. Die schützende Brandbekleidung und Atemschutzausrüstung erschweren das Arbeiten erheblich. Aus diesen Gründen ist es notwendig, dass die Einsatzkräfte regelmäßig trainieren, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Ein solches Training stand am vergangenen Samstag bei der Feuerwehr Heiligenstadt auf dem Plan. Gezielt für die jungen Atemschutzgeräteträger, deren Ausbildung noch nicht weit zurückliegt, gestalteten drei sehr erfahrene Einsatzkräfte der eigenen Wehr einen Workshop aus drei Stationen. Acht Teilnehmer aus Heiligenstadt sowie zwei Kameraden der Ortsteilwehr Bernterode nahmen daran teil.

Nachdem ein paar theoretische Grundlagen über die Entstehung und Entwicklung eines Brandes wiederholt wurden, standen praktische Übungen im Mittelpunkt. Feuerwehrleute rüsten sich im Einsatzfall bereits im Fahrzeug auf der Anfahrt mit dem Atemschutzgerät und einer Vielzahl an Equipment aus. Damit hierbei nichts vergessen wird und die Schutzausrüstung richtig sitzt, stand dieser Ablauf auf der Übungsliste weit oben. Im Anschluss ging es vor allem darum, wie man sich korrekt in einem Raum bewegt, in welchem durch den dichten Qualm kaum etwas zu sehen ist. Währenddessen müssen Gefahren durch den heißen Rauch, aber auch kaum sichtbare Hindernisse beachtet werden. Eines der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände stellt dabei das Hohlstrahlrohr dar. Der sichere und blinde Umgang mit diesem ist unabdinglich. Es kann sowohl einen gebündelten Wasserstrahl als auch einen sehr breiten Sprühstrahl erzeugen. So können die Feuerwehrleute den Brand löschen, aber sich auch vor entzündenden Rauchgasen schützen.

Eine weitere wichtige Fähigkeit stellt das korrekte Türöffnen eines Brandraumes dar. Es kann vorkommen, dass der Rauch in dem Raum sehr heiß und mit brennbaren Gasen dicht beladen ist. Unter Umständen fehlt dann nur die Luft durch die geöffnete Tür, um eine Rauchgasexplosion auszulösen. Da dies eine sehr gefährliche Situation für die Einsatzkräfte darstellt, muss diese unbedingt verhindert werden. Dafür müssen solche Türen mit speziellen Techniken geöffnet werden, damit die Einsatzkräfte geschützt sind und gleichzeitig die Rauchgase mit dem Wasser abkühlen können.

Nach etwa sechs Stunden war das Training geschafft. Das Feedback an die Übungsleiter war sehr positiv und die jungen Einsatzkräfte konnten einiges an Erfahrung und Know-how für ihren nächsten Atemschutzeinsatz mitnehmen. Auch die drei Ausbilder waren mit den Leistungen des Tages sehr zufrieden.




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