Immer donnerstags treffen sich die Heiligenstädter Feuerwehrleute zum Dienstabend, um sich durch Aus- und Fortbildung auf Einsätze vorzubereiten. Im Juli standen sie an zwei Dienstabenden besonderen Herausforderungen gegenüber, denn die Besatzung eines Löschfahrzeugs hatte gleich drei Übungen nacheinander zu absolvieren. Die Leitstelle entsandte sie zunächst zu einem unter einem Pkw eingeklemmten Kind. Später folgten eine Notfalltüröffnung und schließlich der Brand einer Gasleitung. Statt eines entspannten Feierabends hieß es also, Körper und Verstand anzustrengen.
Kind unter Pkw eingeklemmt
Am Karl-Liebknecht-Platz war ein Kind unter dem Rad eines Pkw eingeklemmt. Um das Kind zu befreien, sicherten die Feuerwehrleute den Pkw zunächst gegen Wegrollen. Mithilfe von mit Druckluft gefüllten Hebekissen gelang es, den Pkw ein Stück anzuheben und mit Holz zu unterbauen. Auf diese Weise war das Übungsziel schnell erreicht. Nach einer kurzen Auswertung wartete jedoch bereits der nächste Übungseinsatz auf die Feuerwehrleute.
Medizinischer Notfall im Obergeschoss
Im Obergeschoss der Villa Lampe benötigte ein Mensch medizinische Hilfe. Wegen einer verschlossenen Tür führte der schnellste Weg zu ihm über ein geöffnetes Fenster. Hierzu mussten die Feuerwehrleute eine Steckleiter aufstellen. Doch damit nicht genug: Da der Betroffene einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte, waren auch Erste-Hilfe-Kenntnisse gefordert. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion samt Nachbesprechung folgte der letzte Übungseinsatz des Tages.
Gasleitungsbrand auf dem Feuerwehrgelände
Auf dem Feuerwehrgelände war eine Gasleitung in Brand geraten. Ein Mensch lag bewusstlos unterhalb der brennenden Gasleitung. Sofort bereiteten die Feuerwehrleute einen Löscheinsatz vor, um den Verletzten zu retten. Während eine Einsatzkraft die Gasflamme mit Wasser unter Kontrolle hielt, zog eine zweite Einsatzkraft den Verletzten aus dem Gefahrenbereich. Durch das Abdrehen der Gaszufuhr löschten die Feuerwehrleute den Brand schließlich. Auch hier ermöglichte eine Nachbesprechung, Verbesserungsbedarf anzusprechen und Abläufe zu optimieren.
Auch wenn es sich nur um Übungen handelte, waren Konzentration, Teamarbeit und fachliches Können gefragt. Regelmäßige Aus- und Fortbildungen wie diese schaffen die Grundlage dafür, im Ernstfall schnell, sicher und professionell helfen zu können.