Einsatzübung am Bahnhof Heiligenstadt

Datum: 27.10.2017
Alarmierung: 19:40 Uhr
Einsatzende: 22:30 Uhr
Einsatzort: Bahnhofsplatz
Fahrzeuge: RZ, 44/2, 67
Sonstige Kräfte:
Fw Flinsberg, Günterode, Kalteneber, Rengelrode, Siemerode, Uder, DRK-RD, KatS-SBZ, LNA, OrgL RD, Polizei
Am Freitagabend probten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und Rettungsdienst am Bahnhof Heiligenstadt den Ernstfall. Bei der unangekündigten Übung wurde die Kollision eines Triebwagens mit einem voll besetzten Pkw simuliert. Eigens hierfür stellte Abellio ein Schienenfahrzeug zur Verfügung. Stadtverwaltung und Autohaus Gassmann sorgten dafür, dass ein Pkw seinen Weg in das für die Übung gesperrte Gleis 3 fand. Insgesamt 20 Verletztendarsteller ließen das Szenario authentisch erscheinen. Sie wurden vom Team der Realistischen Unfalldarstellung des DRK präpariert. Schwerpunkte der Übung bildeten die technische Rettung und die Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten. Auch das Eichsfeld Klinikum in Heiligenstadt beteiligte sich an der Übung und nahm sieben der Patienten auf. Um 19:40 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Heiligenstadt, den Rettungsdienst, den Leitenden Notarzt und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst mit der Durchsage „Verkehrsunfall Pkw - Zug im Gleisbereich“. An der Unfallstelle fanden die Einsatzkräfte vier im Pkw eingeklemmte Personen und eine Vielzahl weiterer Verletzter vor. Ein besonderes Augenmerk mussten die Beteiligten auf die Gefahren im Bahnbereich legen. So durften die Gleise erst nach Sperrung betreten werden. Unterstützend stand hierbei der DB-Notfallmanager zu Seite. Schnell war klar, dass die bisher alarmierten Einheiten nicht ausreichen. Einsatzleiter Heinz Anhalt forderte daraufhin die Feuerwehren aus den Heiligenstädter Ortsteilen und der Nachbargemeinde Uder sowie den Sanitäts- und Betreuungszug nach. Im Einsatzabschnitt Rettungsdienst galt es zunächst, die Verletzten zu sichten und zu versorgen. Die Feuerwehr unterstützte die Erstversorgung, leuchtete den Arbeitsbereich aus und befreite die Eingeklemmten mit hydraulischem Rettungsgerät. Unterdessen bauten weitere Kräfte ein Schnelleinsatzzelt auf, welches als Patientenablage diente. Nachdem die nachgeforderte Hilfe eingetroffen war, konnten schließlich alle Verletzten in Kliniken transportiert werden. Für die fiktive Landung eines Rettungshubschraubers leuchteten die Feuerwehren Flinsberg und Rengelrode den Landeplatz in der Brüsseler Straße aus. Gegen 22 Uhr endete die Übung, die dazu dienen sollte, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird in Kürze eine Auswertung erfolgen. Vor Ort waren 68 Kräfte der Feuerwehr mit 14 Fahrzeugen sowie 39 Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes mit 15 Fahrzeugen. Neben anderen Übungsbeobachtern machten sich auch Bürgermeister Thomas Spielmann und Kreisbrandinspektor Mirko Lipinski ein Bild vom Leistungsstand der eingesetzten Einheiten.