Brandschutz- und Sicherheitserziehung

Seit 2008 bietet die Feuerwehr Heiligenstadt Brandschutz- und Sicherheitserziehung an. Was zunächst vereinzelt in Kindergärten begann, hat sich zu einem festen System etabliert. Das Brandschutzerziehungsteam führt seit 2011 für alle Vorschulkinder der Heiligenstädter Kindergärten und seit 2015 für alle Schüler in den dritten Klassen der Heiligenstädter Grundschulen diese wichtige Aufklärungsarbeit durch. Dafür haben sich in den vergangenen Jahren fünf Brandschutzerzieher und eine Brandschutzerzieherin im Ausbildungszentrum des Thüringer Feuerwehrverbandes in Hümpfershausen sowie bei "Bals Brandschutz" in Menden ausbilden lassen. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind:

  • die Vermittlung der von Feuer und Brandrauch ausgehenden Gefahren
  • die Erziehung zum richtigen Verhalten bei Bränden
  • das Erlernen des Absetzens eines Notrufes, um selbstständig Hilfe herbeirufen zu können
  • das Erlernen des sicheren Umgangs mit Feuer durch fachliche Anleitung (Experimente und Übungen), wodurch Ängste abgebaut, aber auch Grenzen durch Verdeutlichung der möglichen Gefahren aufgezeigt werde
  • die Vermittlung der vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr

Neben der wichtigen Aufklärungsarbeit versucht die Feuerwehr vor allem in den dritten Klassen junge Menschen für die Arbeit der Feuerwehr zu interessieren und sie so als Mitglieder der Jugendfeuerwehr zu gewinnen. Doch nicht nur Kinder und Jugendliche werden geschult. Die Ausbilder führen ebenso Brandschutzaufklärung für Erwachsene, für Menschen mit Behinderung, für Menschen mit Migrationshintergrund, für Seniorengruppen sowie Mitarbeiterschulungen durch. Im Jahr 2016 war das Team bei der Brandschutzerziehung von 184 Vorschulkindern, 148 Grundschülern, 39 Gymnasiasten sowie bei der Brandschutzaufklärung von 156 Erwachsenen aktiv.

Brandschutzerziehung Kindergarten

Die Feuerwehr Heiligenstadt führt in sechs Kindergärten Brandschutz- und Sicherheitserziehung durch. Der Unterricht bei den Vorschulkindern gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil findet im Kindergarten statt. An einem Vormittag kommen ein bis zwei Brandschutzerzieher in die Einrichtung. Im Stuhlkreis erarbeiten die Kinder die guten und schlechten Seiten von Feuer. Dann lernen sie, wie man gemeinsam mit einem Erwachsenen eine Kerze anzündet und dass deren Flamme beim Verlassen des Raumes unbedingt gelöscht werden muss. Die Brandschutzerzieher zeigen aber auch, wie gefährlich Feuer und Rauch für Menschen sein können und wie man sich im Brandfall richtig verhält. Anhand von Situationsbildern und praktischen Übungen wird das korrekte Reagieren trainiert. Auch auf die Wichtigkeit von Rauchmeldern wird hingewiesen. Mit Hilfe einer Notrufdemoanlage üben die Kinder das Absetzen eines Notrufes. Der zweite Teil findet dann bei der Feuerwehr statt. Nach einem gemeinsamen Frühstück wird das Erlernte wiederholt. Dafür nutzen die Brandschutzerzieher das eigens dafür aus Spenden beschaffte Rauchdemohaus. Hierbei können die einzelnen Räume vernebelt und das Verhalten noch einmal visuell durchgespielt werden. Die Brandschutzerzieher zeigen zudem Rettungsmöglichkeiten der Feuerwehr und nehmen den Kindern die Angst davor. Anschließend führt ein Rundgang durch das Feuerwehrgebäude. Stationen sind dabei der Umkleideraum, die Werkstätten und die Fahrzeughallen, in denen ein Löschfahrzeug genauer erklärt wird. Zum Abschluss dürfen alle Kinder mit einem Strahlrohr auf ein kleines Brandhaus zielen, um so ein Feuer wie ein echter Feuerwehrmann zu löschen. Schließlich erhält jedes Kind eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme an der Brandschutzerziehung.

Brandschutzerziehung Grundschule

Die Brandschutzerziehung in den Grundschulen baut auf das erlernte Wissen aus dem Kindergarten auf. Die Schulklassen verbringen hierfür einen kompletten Schultag bei der Feuerwehr. Zunächst wiederholen sie in drei Unterrichtsstunden das Erlernte aus dem Kindergarten und gehen näher auf das Thema „Brennen und Löschen“ ein. In Gruppenarbeit sollen die Kinder in verschiedenen Experimenten und Versuchen das Thema anschaulicher verstehen. Im weiteren Verlauf wird auch wieder mit dem Rauchdemohaus auf das Verhalten bei einem Brand eingegangen. Hier zeigen die Ausbilder auch die möglichen Rettungswege der Feuerwehr. Beim abschließenden Rundgang durch die Feuerwache wird die Ausrüstung der Wehr gezeigt. Hier können die Kinder sehen und verstehen, mit welcher Technik die Feuerwehr arbeitet, um  Menschen bei einem Brand zu retten.

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