Aus- und Fortbildung

Damit die Feuerwehr im Notfall adäquate Hilfe leisten kann, bedarf es neben einer guten Ausstattung auch einer entsprechenden Qualifizierung ihres Personals. Daher ist eine ständige Aus- und Fortbildung erforderlich.

Feuerwehr intern

Bei der Feuerwehr Heiligenstadt wird großer Wert auf die feuewehrinterne Aus- und Fortbildung gelegt. Dies geschieht unter anderem während des wöchentlichen Dienst- und Ausbildungsabends, der immer donnerstags in der Zeit von 19.30 Uhr bis 22 Uhr stattfindet. Darüber hinaus gibt es spezielle Fortbildungen z. B. für Maschinisten, Atemschutzgeräteträger oder auch im Bereich Gefahrgut.

Jeder aktive Feuerwehrangehörige hat jährlich 40 Stunden an feuerwehrinterner Fortbildung nachzuweisen. Gerade für neue Einsatzkräfte, ob Quereinsteiger oder Mitglieder der Jugendfeuerwehr, werden im Rahmen der Grundausbildung an zusätzlichen Tagen, Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Dabei müssen die Anwärter an mindestens 50 Unterrichtsstunden in der eigenen Wehr teilnehmen.

Um das Zusammenspiel der Einsatzkräfte im Ernstfall zu üben, werden außerdem Alarmübungen unter realitätsnahen Bedingungen durchgeführt.

Auf Kreisebene

Eine ganze Reihe von Lehrgängen findet im Feuerwehrzentrum des Landkreises Eichsfeld in Wintzingerode statt. So zum Beispiel der Lehrgang "Truppmann", der den Abschluss der Feuerwehr-Grundausbildung darstellt. Auch die mindestens 35 Stunden umfassende Ausbildung zum Truppführer sowie zu Sonderfunktionen wie Sprechfunker, Maschinist und Atemschutzgeräteträger werden im Kreisfeuerwehrzentrum ausgebildet. Angestrebt wird, dass möglichst viele Mitglieder der Einsatzabteilung die Lehrgänge auf Kreisebene absolvieren. Außerdem müssen alle Atemschutzgeräteträger einmal jährlich die Atemschutzübungsanlage im Kreisfeuerwehrzentrum durchlaufen, um ihre Tauglichkeit zum Tragen von umluftunabhängigem Atemschutz nachzuweisen.

Auf Landesebene

In der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) in Bad Köstritz wird den Einsatzkräften die Möglichkeit geboten, sich in verschiedenen Bereichen zu spezialisieren. Neben der Führungsausbildung zum Gruppen- oder Zugführer, finden hier technische Ausbildungen, wie z.B. für den Gefahrguteinsatz, den Atemschutzgerätewart oder auch den Maschinisten für Lösch-, Rüst- und Drehleiterfahrzeuge statt.

Die Lehrgangsdauer richtet sich je nach Aus- bzw. Fortbildung von drei Tagen, über eine Woche bis hin zu zwei Wochen. Die Wehrführung delegiert dafür Feuerwehrangehörige, welche die Voraussetzungen erfüllen und später in den entsprechenden Spezialisierungen innerhalb der Einsatzabteilung eingesetzt werden sollen. Darüber hinaus werden dort verschiedene Fortbildungen für Einsatz- und Führungskräfte angeboten, wie z. B. die Brandbekämpfung in einer Brandsimulationsanlage, wo in gasbefeuerten Räumen realistische Einsatzsituationen geschaffen werden.